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Ur-o-test 11SDIMDI-Reg.-Nr.: DE/CA22/1116-165-IVD TESTSTREIFEN FÜR DIE URINANALYSE
LEUKOZYTEN: Diesem Test liegt die Wirkung der in Leukozyten vorhandenen Esterase zugrunde, die die Hydrolyse eines Napthylester-Derivats katalysiert. Das freigesetzte Naphthol reagiert mit einem Diazoniumsalz, und dabei entsteht eine Färbung zwischen beige und rosarot bis hin zu violett.
NITRIT: Diesem Test liegt die Umsetzung von Nitrat zu Nitrit durch die Wirkung gramnegativer Bakterien im Urin zugrunde. Das Nitrit reagiert in saurem Milieu mit p-Arsanilsäure zu ein Diazoverbindung. Die Diazoverbindung ihrerseits wird an 1,2,3,4,-Tetrahydrobenzochinon gekoppelt. Dabei entsteht eine rosarote Farbe.
REAGENZIEN (Trockengewicht zum Zeitpunkt der Durchtränkung)
ERFORDERLICHE, JEDOCH NICHT MITGELIEFERTE MATERIALIEN
Es wird ebenfalls empfohlen, dass zu Qualitätssicherungszwecken handelsübliche Kontrollen verwendet werden. ![]()
EINSCHRÄNKUNGEN DER FUNKTIONSFÄHIGKEIT GLUCOSE: Große Mengen von Ketonen (50 mg/dl oder mehr) können die Farbausprägung beeinflussen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass das gleichzeitige Vorhandensein von Ketonen und Glucose im Urin ausreicht, um zu falsch-negativen Ergebnissen zu führen. Bei Glucosekonzentrationen von 1 g/dl oder mehr erscheint die Farbe eventuell etwas ungleichmäßig. Bei der Auswertung der Ergebnisse anhand der Farbtabelle sollte die dunkelste Farbe zugrundegelegt werden. Die Reaktivität des Glucosetests nimmt mit zunehmender Dichte des Urins ab. Die Reaktivität kann sich eventuell auch mit der Temperatur ändern.3 BILIRUBIN: Bei Proben mit hohen Konzentrationen von Chlorpromazin oder Rafampen kann es zu Reaktionen kommen, die fälschlicherweise für positive Bilirubin-Werte gehalten werden könnten. Indican (Indoxylsulfat) und Metaboliten von Lodine können zu falsch-positiven Ergebnissen oder einer atypischen Färbung führen; Ascorbinsäure (25 mg/dl oder mehr) kann zu falsch-negativen Ergebnissen führen. KETON: Farbreaktionen, die als „positive“ Ergebnisse interpretiert werden könnten, können bei Urinproben mit MESNA oder größeren Mengen an Phenylketonen oder Levodopa-Metaboliten zustandekommen.3 DICHTE: Da es sich um einen chemischen Dichtetest handelt, kann es bei erhöhten Werten für bestimmte Urinbestandteile zu geringfügigen Unterschieden gegenüber den Ergebnissen kommen, die anhand anderer Dichtebestimmungsmethoden erzielt werden. Hochgepufferte basische Urinproben können im Vergleich zu anderen Methoden niedrige Werte ergeben. Bei Vorhandensein mäßiger Proteinmengen (100 -750 mg/dl) kann es zu erhöhten Dichte-Werten kommen. BLUT: Die Sensitivität des Blutnachweises ist bei Urin mit hoher Dichte und/oder hohem Ascorbinsäureanteil reduziert. Mikroben-Peroxidase im Zusammenhang mit einer Infektion der Harnwege kann zu einer falsch-positiven Reaktion führen. pH: Wird der Verfahrensablauf nicht genau eingehalten, und verbleibt überschüssiger Urin auf dem Teststreifen, kann es zu dem als „Überlauf“ bekannten Phänomen kommen, bei dem der Säurepuffer aus dem Protein-Reagenz in die pH-Testzone gelangt und dort zu einer verfälschenden Senkung des pH-Ergebniswertes führt. PROTEIN: Falsch-positive Ergebnisse können mit hochgepufferten oder basischen Urinproben erzielt werden. Eine Kontamination der Urinprobe mit quaternären Ammoniumverbindungen kann ebenfalls zu falsch-positiven Ergebnissen führen.3 UROBILINOGEN: Die Testzone reagiert mit störenden Substanzen, die bekanntermaßen NITRIT: Die rosarote Farbe ist nicht quantitativ bezogen auf die Anzahl der vorhandenen LEUKOZYTEN: Es wurde festgestellt, dass stark gefärbter Urin und das Vorhandensein der Medikamente Cephalixin (Kelfex) und Gentamicin das Testergebnis beeinträchtigen ASCORBINSÄURE: Es sind keine Substanzen im Urin bekannt, die den Ascorbinsäureparameter ERWARTETE WERTE GLUCOSE: Die Nieren scheiden normalerweise kleine Mengen Glucose aus.5 Konzentrationen von nur 0,1 g Glucose/dl, die nach 10 bzw. 30 Sekunden abgelesen werden, sind vermutlich dann deutlich abnorm, wenn sie immer wieder festgestellt werden. Nach 10 Sekunden dürfen die Ergebnisse nur qualitativ ausgewertet werden; das heißt entweder negativ oder positiv. Sind quantitative Ergebnisse gewünscht, darf das Ergebnis nur nach 30 Sekunden ausgewertet werden. BILIRUBIN: Normalerweise ist im Urin nicht einmal mit äußerst empfindlichen Verfahren Bilirubin nachzuweisen. Bereits Spuren von Bilirubin sind hinreichend abnorm und erfordern eine eingehendere Untersuchung. Atypische Farben (entstandene Farben, die sich sowohl von den negativen als auch von den positiven Farbfeldern auf der Farbtabelle unterscheiden) deuten eventuell darauf hin, dass die aus dem Bilirubin stammenden Gallenfarbstoffe in der Urinprobe vorhanden sind und eventuell die Bilirubinreaktion überdecken. KETON: Normalerweise sind keine Ketone im Urin vorhanden. Zu nachweisbaren Ketonmengen im Urin kann es in physiologischen Stress-Situationen kommen, wie zum Beispiel während Reduktionsdiäten, bei Schwangerschaft und häufiger anstrengender körperlicher Betätigung.6-8 Bei Hungerkuren oder anderen abnormen Zuständen des Kohlenhydratstoffwechsels kommt es zu überhöhten Ketonmengen im Urin, noch bevor die Serumketonwerte erhöht sind. DICHTE: Urin-Stichproben können in ihrer Dichte zwischen 1,003 und 1,040+ schwanken. Urinproben, die über 24 Stunden bei normalen Erwachsenen mit normaler Ernährung und normaler Flüssigkeitsaufnahme genommen wurden, weisen eine Dichte 9zwischen 1.016 und 1,022 auf. Bei schweren Nierenschäden liegt die Dichte bei 1,010, dem Wert für das glomeruläre Filtrat. BLUT: Eventuelle blaue Flecken oder eine Blaufärbung der Reagenzzone innerhalb von 40 Sekunden ist relevant, und der Urin sollte eingehender untersucht werden. Im Urin menstruierender Frauen wird häufig, jedoch nicht immer, Blut festgestellt. pH:3 Neugeborene: 5 -7, später 4,5 -8 Durchschnitt: 6 PROTEIN: Im 24-Stunden-Urin kann die normale Niere 1 -14 mg Protein in 1 dl Urin ausscheiden.4 Eine Farbe, die einem Farbfeld für mehr als Spurenkonzentration entspricht, weist auf deutliche Proteinurie hin. Bei Urin mit hoher Dichte kann die Testzone dem Farbfeld für Spurenkonzentrationen extrem gleichen, auch wenn nur normale Proteinkonzentrationen vorhanden sind. Eine klinische Bewertung ist erforderlich, um die Bedeutung von Spuren-Ergebnissen zu bewerten. UROBILINOGEN: Bei der gesunden Bevölkerung liegt der in diesem Test erzielte normale Urobilinogen-Bereich bei 0,1 -1,0 Ehrlich-Einheiten pro dl. NITRIT: Normalerweise ist kein Nitrit im Urin vorhanden. Die Nitrit-Testzone wird in einem Teil der Fälle mit deutlicher Infektion positiv ausfallen, je nachdem, wie lange die Urinproben vor dem Entleeren der Blase und somit der Probenahme verhalten worden sind. Die Feststellungsquote positiver Fälle beim Nitrit-Test liegt zwischen nur 40% in Fällen mit kurzer Blaseninkubation und bis zu etwa 80% in Fällen mit einer Mindestinkubationszeit von 4 Stunden. LEUKOZYTEN: Normale Urinproben ergeben bei diesem Test in der Regel negative Ergebnisse. Ein Spurenergebnis hat unter Umständen eine zweifelhafte klinische Aussagekraft, und es wird in einem solchen Fall empfohlen, den Test mit einer frischen Urinprobe des selben Patienten zu wiederholen. Wiederholte positive Spurenergebnisse sind allerdings von klinischer Relevanz. ASCORBINSÄURE: Die tägliche Abgabe von Ascorbinsäure in den Harn variiert je nach Aufnahme: es ist ungefähr die Hälfte der Aufnahme. Die durchschnittliche Abgabe in den Harn beträgt ungefähr 20-30 mg/Tag. Wenn Ascorbinsäure nachgewiesen wurde, sollte die Aufnahme von Ascorbinsäure für 24 Stunden aussetzen und dann erneut getestet werden. SPEZIFISCHE LEISTUNGSMERKMALE Die Leistungsmerkmale des BGT Urinteststreifens sind sowohl im Labor als auch in klinischen Tests ermittelt worden. Für den Benutzer bedeutsame Parameter sind Sensitivität, Spezifität, Sicherheit und Genauigkeit. Dieser Test wurde so entwickelt, dass er in der Regel spezifisch auf den zu messenden Bestandteil reagiert, mit Ausnahme der störenden Substanzen, die bereits aufgeführt wurden (siehe “Einschränkungen der Funktionsfähigkeit”). Bei visuell abgelesenen Teststreifen ist die Sicherheit eine Funktion der Art und Weise, auf die die Farbfelder auf dem Flaschenetikett zugeordnet werden, sowie des Unterscheidungsvermögens des menschlichen Auges bei der Testauswertung. Die Genauigkeit ist bei einem Test dieser Art aufgrund der Ungleichheit des menschlichen Sehvermögens schwer zu beurteilen. Aus diesem Grunde werden die Benutzer aufgefordert, ihre eigenen Leistungsstandards zu erstellen. SENSITIVITÄT: GLUCOSE-TEST: Die Reagenz-Testzone kann entweder nach 10 Sekunden (qualitatives Ergebnis) oder nach 30 Sekunden (quantitatives Ergebnis) abgelesen werden. Der Test reagiert spezifisch auf Glucose -keine andere Substanz, die in den Urin ausgeschieden wird, erbringt hier bekanntermaßen ein positives Ergebnis. Die Reagenzzone reagiert weder mit Lactose, Galactose, Fructose noch mit reduzierenden Metaboliten von Medikamenten, z. B. Salicylaten und Nalidixinsäure. Der Test kann verwendet werden um nachzuweisen, ob es sich bei der im Urin festgestellten reduzierenden Substanz um Glucose handelt. Ungefähr 0,1 g Glucose pro dl Urin ist nachweisbar. BILIBURIN-TEST: Der Test hat eine Sensitivität von 0,2 -0,4 mg Bilirubin/dl. Der Test gilt als spezifisch für Biliburin im Urin. KETON-TEST: Die Keton-Testzone erbringt semiquantitative Ergebnisse (wenig, mittel, viel) und reagiert mit der Acetessigsäure im Urin. Sie reagiert nicht mit Hydroxybuttersäure oder Aceton. Die Reagenzzone weist bereits Konzentrationen von nur 5 bis 10 mg Acetessigsäure pro dl Urin nach. DICHTE: Der Dichte-Test erlaubt eine Bestimmung der Urindichte in einem Bereich zwischen 1,000 und 1,030. In der Regel korreliert er auf bis zu 0,005 mit dem bei der Brechungsindexmethode ermittelten Werten. BLUT-TEST: Zum Zeitpunkt der Reagenzherstellung hat der Test bei ordnungsgemäßer Ablesung eine Sensitivität von 0.015 mg/dl gegenüber freiem Hämoglobin bzw. von 5 intakten roten Blutkörperchen/µl bei ascorbinsäurehaltigem Urin mit einer Dichte. Der Test ist etwas sensitiver gegenüber freiem Hämoglobin und Myoglobin als gegenüber intakten Erythrozyten. pH-TEST: Die pH-Testzone ermöglicht eine quantitative Bestimmung der pH-Werte im Bereich zwischen 5 und 9 auf eine Einheit genau. pH-Werte werden nicht durch Änderungen der Urinpufferkonzentration beeinträchtigt. PROTEIN-TEST: Diese Testzone liefert quantitative Ergebnisse. Es können zwischen 5 und 20 mg Albumin pro dl Urin nachgewiesen werden (Spurennachweis). Die Testzone ist sensitiver gegenüber Albumin als gegenüber Globulin, Hämoglobin und Mukoprotein: ein negatives Ergebnis schließt daher nicht unbedingt das Vorhandensein der anderen Proteine aus. UROBILINOGEN-TEST: Diese Testzone erbringt quantitative Ergebnisse und weist Urobilinogen im Urin in Konzentrationen von nur einer Ehrlich-Einheit dl nach. Bei dem Test kann allerdings nicht festgestellt werden, ob in der getesteten Probe kein Urobilinogen vorhanden ist. NITRIT-TEST: Zum Zeitpunkt der Reagenzherstellung hat der Test eine Sensitivität gegenüber Natriumnitrit von 0,075 mg/dl in Urin mit niedriger Dichte und einem Ascorbinsäuregehalt von weniger als 5 mg/dl. Ein Vergleich des umgesetzten Reagenz auf weißem Hintergrund kann zum Nachweis niedriger Konzentrationen beitragen, die normalerweise übersehen werden. Der Test reagiert spezifisch auf Nitrit und reagiert mit keiner anderen Substanz, die normalerweise in den Urin ausgeschieden wird. LEUKOZYTEN-TEST: Dieser Test hat eine Nachweisempfindlichkeit von bis zu 10-15 Leukozyten/µl. Dieser Test spricht nicht auf Erythrocyten oder Bakterien an, die häufig im Urin vorkommen. ASCORBINSÄURE-TEST: Dieser Test weist Ascorbinsäure ab Konzentrationen von 10 mg/dl in Urin nach. LITERATUR
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